19.03.2026 Mit Klaus und Conny unterwegs in Hedelfingen

Eine 19köpfige Gruppe begab mit der S- und U-Bahn nach Hedelfingen zu einer Rundwanderung auf dem sogenannten Knausbiraweg. Dieser Weg ist mit einer Birne ausgeschildert, der Knausbirne, die 2018 zur Streuobstsorte des Jahres in Baden-Württemberg gewählt wurde. Sie ist eine anspruchslose, stark wachsende Birnensorte, die landschaftsprägende, eichenartige Bäume bildet. Die mittelgroßen Früchte sind gelbgrün, häufig schorffleckig, auf der besonnten Seite können sie kräftig rot werden. Das Fruchtfleisch ist gelblich-weiß. Die Birnen sind nur kurz haltbar mit einem hohen Zucker- und einem geringen Gerbstoffgehalt.  Die Knausbirne wurde zur Most- und Saftherstellung, zum Dörren und als Tafelobst genutzt, auch wurde Knausbirnen-Most seinerzeit gerne mit Trollinger-Most verschnitten, was „ein recht angenehmes und haltbares Getränk“ ergebe.

Von der Endhaltestelle der U19 in der Ortsmitte waren es nur einige hundert Meter zum Einstieg in den Weg. Bei herrlichem Sonnenschein aber noch sehr frischer Temperatur ging es nun an den Weinbergen bergauf und durch Schrebergärten zu einem Aussichtspunkt, mit Blick auf Hedelfingen, die Neckarbrücken, Obertürkheim und den gegenüberliegenden Ausläufern des Schurwaldes. Weiter durch Kleingartenanlagen und einem weiteren Anstieg wurde nun das Schützenhäusle und die Betriebstemperatur erreicht. Hier wurde nun Rast gehalten und jeder durfte sich zudem aus dem obligatorischen Süßigkeitenbeutel bedienen. Auch eine herrliche Aussicht mit Blick auf Hedelfingen, Mettingen und Esslingen sowie die Fildern belohnte die Gruppe. Gestärkt ging es nun durch Weinberge mit historischen Trockenmauern und Schrebergärten hinab in Richtung Rohracker. Zwischen Sportplätzen führte der Weg nun steil durch den Wald nach oben und vor zur Filderauffahrt. Diese wurde überquert und ein kurzes Stück weiter ging es, unterhalb des Gebietes Lederberg, wieder durch Kleingartenanlagen und Streuobstwiesen hinab an den Katzenbach. Diesem entlang führte der Weg durch Waldgebiet steil aufwärts. Nun herrschte aber kurz Aufregung, da bemerkt wurde, dass zwei Mitglieder der Gruppe den Anschluss verloren haben. Weder durch Suche wurden sie entdeckt noch per Telefon konnte Kontakt zu ihnen hergestellt werden. Hierdurch wurde allerdings einige Zeit verloren, und die Gruppe entschloss weiterzugehen und vertraute darauf, dass die beiden den Weg zur Schlusseinkehr finden werden, da diese ihnen bekannt war. Am Ende des Waldes wurde jetzt aber die Wegstrecke etwas abgekürzt, um den Zeitplan zur vereinbarten Einkehr einzuhalten. Weiter durch Kleingartenanlagen führte der Weg jetzt hinab in die Ortsmitte von Hedelfingen zur Einkehr in das „Alte Haus“ in dem auch das Heimatmuseum untergebracht ist. Hier trafen auch kurz darauf die beiden Abtrünnigen ein. Bei bester Bewirtung ließen es sich nun alle gut gehen und bei netter Unterhaltung verflog die Zeit allzu schnell. Zur Haltestelle waren es nur wenige Schritte und die Rückfahrt klappte reibungslos. Wieder zu Hause angekommen, nahm ein herrlicher Wandertag sein Ende.