16.05.26 – 19.05.26 wandern mit den französischen Wanderfreunden am Lac d’Orient bei Troyes

Der Schwäbische Albverein Bietigheim-Bissingen und der Verein Sucy Loisirs Accueil pflegen seit vielen Jahren bei gemeinsamen Wanderungen die deutsch-französische Freundschaft

Dieses Jahr luden die französischen Wanderfreunde die  Gruppe des Schwäbischen Albvereins Bietigheim-Bissingen  in den Nordosten von Frankreich, ins Departement Troyes ein, wo man wunderbare Tage zusammen erlebte. Nach der sehr herzlichen Begrüßung brachen die Teilnehmer zu einem Spaziergang in Mesnil St. Père am Lac d’Orient auf, einem künstlich angelegten See, der der Seine als Rückhaltebecken und zur Aufrechterhaltung der Schifffahrt bei Niedrigwasser dient. Anschließend begoss man das Wiedersehen im „Cœur de Village“, einem bezaubernden, kleinen Café und Restaurant, mit einem Champagner.

Am nächsten Tag stand der Besuch von Troyes auf dem Programm. Es wurden Gruppen gebildet und bei einer Schnitzeljagd mussten Monumente und Skulpturen gefunden und viele Fragen beantwortet werden.  Eine hervorragende Idee, um die Stadt auf eine besonders intensive  Weise kennenzulernen. Alle hatten viel Spaß, die 17 Standorte zu finden und die Fragen richtig zu beantworten. Die Stadt Troyes stieg im späten Mittelalter zu einem der bedeutendsten Zentren der Bildhauerkunst auf. Bemerkenswert waren die vielen wunderschön renovierten Fachwerkhäuser in der Altstadt. Nach dem Mittagessen besuchten die Teilnehmer das Museum „Cité du Vitrail“ mit einzigartigen Glasmalereien aus verschiedenen Epochen. Auch die Kathedrale, die zu den Hauptwerken der französischen Gothik zählt, wurde besichtigt. Nach diesem erlebnisreichen Tag genoss man mit einem Glas Champagner als Aperitif das gemeinsame Nachtessen.

Am  folgenden Tag ging es zu einer Wanderung im regionalen Naturpark „Forêt d’Orient“, der ca. 70.000 Hektar umfasst. Wenn auch zu dieser Zeit die Sonne und die Wärme noch auf sich warten ließen, genoss man die Wanderung durch den Wald  auf naturbelassenen Pfaden. Nach dem gemeinsamen Picknick erfolgte eine kleinere Wanderung  auf dem „Sentier des Salamandres“ auf den Spuren der Templer. Im Hotel nach dem Nachtessen fand, wie bei jedem Treffen, die Soiree, ein geselliger Abend mit kleinen Theaterstücken, Sketchen in französischer und deutscher Sprache statt.  Da ging es darum, dass gesellschaftliche Themen zu viele Emotionen hervorrufen. Beim nächsten Sketch trat doch tatsächlich eine lebende und sprechende Andouillette auf, eine regionale Innereienwurstspezialität, die  für viel Heiterkeit sorgte. Auch eine Seiltänzerin gab eine Vorführung zum Besten und wurde mit viel Beifall belohnt. Danach tauschten die Teilnehmer die Gastgeschenke aus und ein geselliger Abend ging zu Ende.

Leider war dann auch schon der letzte Tag des Treffens gekommen. Der gemeinsame Besuch in der Commanderie d’Arville, einer der am besten erhaltenen Templerkomtureien in Frankreich, beendete die Wandertage. Bei einer ausgesprochen interessanten Führung wurde das Leben der Tempelritter lebendig und vorstellbar.  Nach einem letzten Mittagessen und  dem Versprechen, sich nächstes Jahr in Deutschland  wiederzusehen, traten die Teilnehmer die Heimfahrt an.